Regionsgemeinden stärken den Umgang mit invasiven Neophyten
Die Regionalplanung espaceSOLOTHURN (repla) hat auch in diesem Jahr verschiedene Aktivitäten zum Thema invasive Neophyten durchgeführt. Im Zentrum standen die Sensibilisierung von Gemeinden, Werkhöfen und Schulen sowie die Vermittlung von praxisnahem Wissen zur Erkennung und Bekämpfung problematischer gebietsfremder Pflanzenarten.
Invasive Neophyten sind Pflanzenarten, die nach der Entdeckung Amerikas in neue Gebiete gelangt sind und sich dort stark ausbreiten können. Einzelne Arten verdrängen einheimische Pflanzen, beeinträchtigen wertvolle Lebensräume, verursachen Schäden an Infrastrukturen oder können gesundheitliche Probleme auslösen. Eine wirksame Eindämmung setzt deshalb voraus, dass die Arten frühzeitig erkannt und fachgerecht bekämpft werden.
Wie bereits in den Vorjahren wurde gemeinsam mit der kantonalen Koordinationsstelle gebietsfremde Organismen ein Newsletter mit aktuellen Informationen zu Neobiota erarbeitet und an die Werkhöfe der Region verschickt. Darin wurden beispielhaft relevante Entwicklungen, Hinweise zur Bekämpfung sowie praxisnahe Informationen und Weiterbildungen im Themenbereich Neophyten zusammengefasst.
Neophytenschaugarten Bellach
Ein besonderer Schwerpunkt lag in diesem Jahr auf der Umweltbildung. Beim Schulhaus Kaselfeld in Bellach stellte der Werkhof einen Neophytenschaugarten mit verschiedenen invasiven Pflanzenarten und möglichen einheimischen Alternativen auf. Anhand dieser Schaukästen wurden am 19. und 21. Mai verschiedene Schulklassen der Schule Kaselfeld über das Thema informiert. Die Schülerinnen und Schüler erhielten eine Einführung in das Thema Neophyten und lernten anhand konkreter Pflanzenbeispiele, wie invasive Arten erkannt werden können und weshalb deren Ausbreitung problematisch ist.
Praxiskurse
Der Schaugarten diente zudem als Grundlage für eine Weiterbildung der Werkhofmitarbeitenden aus der repla-Region. Am 27. Mai wurden Artenkenntnisse aufgefrischt und Bekämpfungsmethoden besprochen. Neben mechanischen Massnahmen wie Ausreissen, Mähen oder fachgerechter Entsorgung wurde auch die chemische Bekämpfung thematisiert. Dabei stand der sachgerechte und zurückhaltende Einsatz im Vordergrund. Auch das gesellige Zusammensein hat an diesem Anlass seinen Platz gefunden.
Am Freitag, 29. Mai stand abschliessend eine Führung für die Bevölkerung von Bellach auf dem Programm. Die Führung war sehr gut besucht und umfasste neben dem Theorieteil auch einen praktischen Einsatz, bei dem an verschiedenen Standorten Neophyten gejätet wurden.
Mit diesen Aktivitäten leistete die repla einen wichtigen Beitrag zur Sensibilisierung, Koordination und praktischen Bekämpfung invasiver Neophyten in der Region.
Roger Siegenthaler, Präsident Matthias Reitze, Geschäftsführer
Praxiskurs mit Werkhofmitarbeitenden und der Kursleiterin Stephanie Amstutz in Bellach