Galerie NäijereHuus Hersiwil Kunst – Handwerk(s) – Kunst
27. Februar bis 22. März 2026
Therese Gerber aus Bern hat als Mitglied des Leiterteams im Freizeitwerk Konolfingen gestalterische Kurse besucht und geleitet. Der Scherenschnitt als alte Volkskunst begeisterte sie dabei besonders. Menschen, Tiere und Landschaften in Scherenschnitten zu vereinen, war Faszination und Herausforderung zugleich. Als ihre Augen Schwierigkeiten mit der filigranen Arbeit bekamen, konzentrierte sie sich auf die Aquarell-Malerei. Sie verfeinerte ihre Technik in Weiterbildungen und akribischem Selbststudium. Durch regen Austausch mit anderen Künstlern entdeckte sie weitere Möglichkeiten der Gestaltungskunst. Die Vielfalt der Objekte aus Materialien wie Holz, Papier und Ton faszinierte sie zunehmend – so entstanden erste Skulpturen: Altpapier, ob dick oder dünn, faltet sie zu Modulen, die später als Herz, Kugel oder Tier zusammengesteckt neues Leben erhalten. Im NäijereHuus zeigt sie Aquarelle und Wandobjekte.
Urs Weyeneth aus Grenchen kann sich noch gut erinnern, wie er als Kind stundenlang mit seiner Murmelbahn aus Holz gespielt hat. Diese Inspiration hat er über 60 Jahre in sich weitergetragen. Die Faszination für Geometrie, technisches Zeichnen und Physik hat ihn sein ganzes Leben lang begleitet. So ist es nur konsequent, dass sich Urs Weyeneth nach seiner Pensionierung als Landwirt dieser Leidenschaft gewidmet hat. Eine Kugelbahn entsteht zuerst im Kopf, dann auf Skizzen. Welches Motiv soll dargestellt oder integriert werden? Wo gehört welches Element – etwa eine Weiche, Wippe oder Spirale – hin, damit die Kugel auch bis zum Schluss flüssig läuft? Mit Kupferdraht, Holz und besonderen, individuell kombinierten Elementen wie Kürbissen, Weinflaschen, Schwemmholz und mehr, werden die Kugelbahnen gefertigt. Das Werk lässt ihn bis zum Schluss nicht mehr los, das heisst bis jedes Element den richtigen Platz hat und die Kugelbahn einwandfrei funktioniert. Ideen für Motive kommen beim Wandern oder sogar beim Zahnarzt auf dem Schragen. Im NäijereHuus zeigt er eine vielfältige Sammlung von Kugelbahnen, von kleinen bis zu ganz grossen wie sein neustes Werk, welches 1,3 Meter gross ist, inspiriert vom Burj Khalifa.
Herbert Sieber aus Biel beginnt sein Kunsthandwerk mit einem Flusskiesel und endet mit einem Schmuckstein. Als gelernter Schreiner arbeitete er lange in der Psychiatrie als Leiter eines Ateliers. Neben der Holz-Bearbeitung entstand später auch das Angebot der Stein-Bearbeitung. Zu diesem Zeitpunkt manifestierte sich die Idee einer eigenen Stein-Werkstatt nach der Pensionierung mit dem Ziel, seine langjährige Erfahrung anhand von Kursen an interessierte Menschen weiterzugeben. In seiner Werkstatt erleben Besucher die zufriedenstellende Einfachheit beim Schleifen, wobei ausschliesslich aus der Schweiz stammende Steine verwendet werden. Der Fokus liegt dabei auf der Konzentration auf das Wesentliche sowie dem Üben in Achtsamkeit. Eine handwerkliche, meditative Reise, die mit einem ruhigen Geist und einem Schmuckstück endet. Herbert Sieber zeigt Steinobjekte und Schmuckstücke sowie Steinbilder und bietet einen faszinierenden Einblick in die Steinbearbeitung.
Mit Fleiss und innerem Antrieb haben die drei Künstler ihre Leidenschaft zu ihrem Handwerk gemacht und es entsteht eine Ausstellung, welche den Besucher zum Staunen einlädt.
Für das NäijereHuus-Team
Franziska Kindler, Oekingen
Vernissage
Freitag, 27. Februar, 19 Uhr
Türöffnung 18.30 Uhr
mit anschliessendem Apéro
Öffnungszeiten
freitags 17 bis 20 Uhr
samstags/sonntags 14 bis 17 Uhr
oder nach Vereinbarung 079 798 03 69
Special: am Sa/So 14./15. März:
Steine-Schleifen mit Herbert Sieber
Während den Öffnungszeiten bietet der Künstler für Anfänger und Interessierte einen Einsteig in die Schleif-Kunst. Gratis – Material alles vor Ort.
Aufgrund begrenzter Platzzahl bitten wir um Voranmeldung über 079 798 03 69 oder galerie.naeijerehuus@gmail.com.
Voranzeige
Sonntag, 15. März, 18 Uhr
Konzert mit MILYA
Rahel Studer macht mit ihrem Trio MILYA Jazz Art Pop. Sie singt in kunstvollen Songs Geschichten darüber, dass man Hoffnung und Schönheit überall finden kann. Mit Ambrosius Huber am Cello und Beat Oezmen am Klavier bringt sie Musik auf die Bühne, die eine unverwechselbare eigene Handschrift trägt. Groovige und neoklassische Elemente verbinden sich zu einem spannenden Ganzen.
Eintritt frei – Kollekte
Am Sonntag, 15. März von 14 bis 18h gibt es Kaffee und Kuchen.
Weitere Infos
www.n-h.ch