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Ein Filmklassiker auf der Bühne

Erich Kästners 1934 verfasste Geschichte «Drei Männer im Schnee» wurde 1955 verfilmt und gilt seither als Filmklassiker. Die Turbenbühne Bellach brachte die Theateradaption von Charles Lewinsky exakt nach 20 Jahren unter der Regie von Petra Kölliker zum zweiten Mal zur Aufführung. Und die Grand-Hotel-Atmosphäre der goldenen Zwanziger verfing auch dieses Mal. Die witzige, spannende und turbulente Verwechslungskomödie um einen Millionär, der beim Preisausschreiben seines eigenen Betriebes einen Aufenthalt im Grand-Hotel St. Moritz gewinnt und dort aus Jux zusammen mit seinem loyalen Diener inkognito als armer Schlucker absteigt, nimmt rasch Fahrt auf, besonders als die Millionärstochter den Hoteldirektor heimlich über die Maskerade ihres Vaters informiert. So wird der arme Schlucker wie ein König behandelt und der wahre Gewinner, ein arbeitsloser Werbefachmann, schikaniert. Die drei Männer freunden sich aber an und zum Schluss lösen sich Missverständnisse und Heimlichkeiten im wahrsten Sinn in Minne auf: Der Werbefachmann erhält eine Anstellung und mit der Millionärstochter bahnt sich eine Liaison an. Ein bravouröses Ensemble, ein tolles Bühnenbild, ein ausverkauftes Haus, kurz: eine rundum gelungene Vorstellung.

Fotos: Mario Lo Manto
Text: Regula Jordi