Kunstausstellung mit Silvia Marti-Borer und Masha Petrushina
28. August – bis 20. September 2026, Galerie NäijereHuus Hersiwil
Die in Minsk geborene und heute in Langnau (Emmental) lebende Kunstschaffende Masha Petrushina studierte zunächst Physik, wobei sie bereits als Jugendliche eine Malschule besuchte. Nach ihrem Umzug in die Schweiz absolvierte sie Weiterbildungen in Kunstmalerei am Kunstseminar in Luzern. Ebenfalls erarbeitete sie sich Diplomabschlüsse in Chemie und Biochemie an der Universität Bern. Masha Petrushina ist Mitglied der Schweizerischen Gesellschaft Bildender Künstlerinnen und arbeitet mit traditionellen Mal-, Zeichnungs- und Drucktechniken. Dazu gehören auch die Illustration und Wandmalerei. In der kommenden Ausstellung im NäijereHuus präsentiert die Künstlerin eine breite Auswahl ihres Könnens, von Ölbildern, Zeichnungen, Sgraffiti (historische Wandgestaltungstechnik) und einer illustrierten Neuversion des «Hüenerhüsli» aus dem Sagenbuch von Elisabeth Pfluger (1972).
Das Hauptthema ihrer Ölbilder ist das Stillleben der Werkstatt einer Antikschreinerei, da, wo alte Möbel aus dem Berner- und Solothurner-Land repariert und restauriert werden. Ihr Bestreben liegt in der Abbildung dieser antiken Kunstwerke aus patrizialen bis bäuerlichen Milieus. Es ist sozusagen eine Hommage an die ehemaligen, namenlosen Meister der Schreinerei und Kunsttischlerei.
Silvia Marti-Borer ist in einer Künstlerfamilie in Lohn (Solothurn) aufgewachsen. Sie lernte schon als Kind den Umgang mit dem Material Ton. Ihr Vater war ein renommierter Bildhauer und vermochte es, durch Einbezug seiner Tochter in seine Projekte, deren Leidenschaft für das Gestalten mit Ton zu entzünden. «Ton anzufassen, tut mir gut», sagt die versierte Kunstschaffende. «Das beste Modellierwerkzeug sind meine Hände.»
Sie arbeitet mit verschiedenen Arten von Tonerde. Sie braucht Steinzeug-Ton im hohen Temperaturbereich bis 1280 °C, so dass die Gegenstände auch winterhart und für die Küche geeignet sind. Sie arbeitet aber auch mit farbigen Massen, die nicht unbedingt eine Glasur benötigen. Die ausgebildete Dekorationsgestalterin und Puppenmacherin schwärmt: «Meine Hände können beim Gestalten mit Ton atmen.» Ihre Gefühle widerspiegeln sich in ihren Werken. Die Augen und Gesichter ihrer Skulpturen wirken beseelt und ziehen den Betrachter förmlich in den Bann. Die Tierfiguren wie Katzen, Tiger, Raben und andere faszinieren mit ihrer Originalität und Naturgenauigkeit.
Die Ausstellung begeistert im Zusammenspiel der Bilder und Skulpturen der beiden Künstlerinnen und kreiert eine absorbierende Atmosphäre.
Für das NäijereHuus-Team
Franziska Kindler, Oekingen
Freitag, 28. August 2026, 19 Uhr
Vernissage
Türöffnung 18.30 Uhr
mit anschliessendem Apéro
Musik: Yuliia Shevchenko, Bandura (ukrainisches Lauteninstrument) und Gesang
Öffnungszeiten
freitags 17–20 Uhr
samstags/sonntags 14–17 Uhr
Ausstellungsdauer: 28. August bis 20. September 2026
Voranzeige
Sonntag, 6. September, 18 Uhr
«Moment mal …» – Musik und Poesie von Marianne Borer
Mit Marianne Borer am Piano; Gedichte und Texte gesprochen von Franziska Kindler. Marianne Borer ist Komponistin, Pianistin, Chorleiterin und Theatermusikerin. Ihr aktuelles Programm «Moment mal …» basiert auf vier indischen Weisheiten und lädt ein zum Durchatmen und neue Träume wagen. Franziska Kindler ist Schauspielerin und Kuratorin der Galerie NäijereHuus. Mit ihrer ausgebildeten Sprechstimme unterstreicht sie den Tiefgang der philosophischen Texte und Gedichte von Marianne Borer.
Dauer ca. 60 min, keine Pause, Barbetrieb vor und nach der Vorstellung
Eintritt frei – Kollekte
Für weitere Infos besuchen Sie unsere Website www.n-h.ch oder folgen Sie uns auf Facebook und Instagram unter Galerie Näijerehuus.