Kunstausstellung 15 – 24. April bis 17. Mai 2026
Melissa Lehmann, Grenchen, präsentiert in dieser Ausstellung farbintensive Mixed-Media-Arbeiten, die aus einem offenen, intuitiven Prozess entstehen. Jedes Werk beginnt mit einem kleinen Impuls – ein Farbklecks, eine Bewegung, ein Gedanke – und entwickelt sich Schritt für Schritt in einem Dialog zwischen Zufall und bewusster Entscheidung. Linien, Formen und Kompositionen wachsen, bis realistische Motive oder konkrete Elemente an dem Punkt sichtbar werden, an dem Intuition und Planung zusammentreffen. Unerwartete Entwicklungen während des Schaffens betrachtet Lehmann dabei als Bereicherung: Spontane Farbverläufe, überraschende Strukturen oder zufällig entstehende Formen werden bewusst aufgenommen und in den weiteren Prozess integriert.
Melissa Lehmann beschäftigt sich schon ihr Leben lang mit Gestaltung: Nach einer Ausbildung zur Schauwerbegestalterin widmete sie sich lange anderen Lebensbereichen, bevor sie vor einigen Jahren ihre künstlerische Praxis wiederaufnahm, neue Materialien entdeckte und ihren intuitiven Mixed-Media-Stil weiterentwickelte. Die Bilder erzählen von Mut, Lebensfreude und Vertrauen – in den eigenen Weg, in das Leben und in das, was auftaucht, wenn man bereit ist, hinzusehen.
In der Ausstellung können Besucher:innen den kreativen Prozess hautnah miterleben: Videosequenzen zeigen die unterschiedlichen Phasen der Bildentstehung und eine Mitmalaktion lädt ein, selbst Teil eines wachsenden Kunstwerks zu werden, das über den gesamten Ausstellungszeitraum entsteht. So wird Kunst zu einem gemeinsamen Erlebnis – lebendig, einladend und inspirierend.
Bettina Ott-Krug, Balm bei Günsberg, zeigt Papierkunst, bestehend aus Bildern und Objekten, sowie Aquarelle. Sie ist als Kind deutscher Eltern in Chile geboren und in diversen lateinamerikanischen Ländern aufgewachsen. Mit 13 Jahren kam sie nach Deutschland und als junge Frau schliesslich in die Schweiz. Ihr künstlerisches Wesen zeigte sich schon von klein auf, doch erst als erwachsene Frau erkämpfte sie sich den Freiraum zu dessen Entfaltung, denn das Vereinen der unterschiedlichen Kulturen erforderte viel Aufmerksamkeit und Energie. Sie absolvierte gestalterische Weiterbildungen und entwickelte nach und nach ihren eigenen Weg zur Kunst.
«Betrachtet man die Dinge so, als würde man sie zum allerersten Mal sehen, tun sich immer neue Welten auf. Darum lohnt es sich, die Dinge von aller Symbolik, Wertung oder sonstigen Zuschreibungen befreit zu betrachten. Selbst im Unspektakulärsten kann sich das Besondere offenbaren. Sei es in Lichtstimmungen, den Bewegungen von Wasser im Wind, Wolkenstimmungen, der Form einer Samenkapsel, Strukturen einer Felswand … Es gibt nichts, was nicht einen genaueren Blick wert ist. In dem Sinne kann alles zum Bild werden!» (Bettina Ott-Krug)
Bei ihren Papierarbeiten greift Ott-Krug ein einziges Element aus der Natur heraus und verfremdet es, oftmals durch das Prinzip der Kumulierung, der Wiederholung eines einzelnen Elementes, wodurch eine spezielle Wirkung entsteht. Dadurch kommt sie zur Abstraktion, ohne den ursprünglichen Bezug zur Natur zu verleugnen. Sie hat eine Vorliebe für sogenannte «unedle» Alltagsmaterialien wie Karton oder Zeitungen, die gerade wegen ihrer rohen Materialität Raum lassen für eigene Ideen. Der Schwerpunkt liegt dabei vorwiegend auf der Darstellung von Strukturen und weniger auf Farben. In der Malerei hingegen lässt Bettina Ott-Krug ihre Faszination für Farbwirkungen von der Leine – aber auch hier: Es ist die Farbpalette der Natur, die sie inspiriert.
Für das NäijereHuus-Team
Franziska Kindler, Oekingen
Vernissage
Freitag, 24. April, 19.00 Uhr
NäijereHuus, Waberweg 3, Hersiwil
Türöffnung 18.30 Uhr, mit anschliessendem Apéro
Musik: Tangos von David Häggi mit Akkordeon und Bandoneon
Öffnungszeiten
freitags 17 bis 20 Uhr, samstags/
sonntags 14 bis 17 Uhr
Ausstellungsdauer: 24. April bis
17. Mai 2026
Voranzeige 1
Sonntag, 3. Mai, 18.00 Uhr
Konzert: Traumalchemie
Drui Glück Schmid verbindet Spoken Word mit tief berührenden, sphärischen Handpan Klängen und öffnet einen Raum, in dem Trauma, Verletzlichkeit und Heilung künstlerisch erfahrbar werden. Ein atmosphärischer Abend, der das Publikum einlädt, Musik nicht nur zu hören, sondern zu fühlen.
Eintritt frei – Kollekte
Die Galerie bleibt bis 18 Uhr geöffnet, ausser Konzertraum. Bar ab 17 Uhr geöffnet. Einlass in den Konzertraum ab 17.30 Uhr.
Voranzeige 2
Donnerstag, 7. Mai, 18.45 bis 20.45 Uhr
Jodel-Workshop mit Sandra Dicht –
offen für alle, keine Vorkenntnisse nötig!
Kosten CHF 55.-, Anmeldung bis am
1. Mai unter variopinta@yahoo.com /
078 628 07 56
Weitere Infos
www.n-h.ch