Genereralversammlung

140. Generalversammlung der Genossenschaft Elektra Äusseres ­Wasseramt EAW

Das Mehrzweckgebäude in Horriwil war am Mittwoch, 25. März 2026 bis auf den letzten Platz besetzt. 63 Genossenschafterinnen und ­Genossenschafter nahmen an der 140. Generalversammlung teil.

«Gäng wie gäng» in den letzten ­Jahren wurden die Genossenschafterinnen und Genossenschafter bereits
ab 18.00 Uhr und vor der eigentlichen Generalversammlung von der ­Cateringfirma Gastro Brodard GmbH, Derendingen, mit einem ausgezeichneten Nachtessen verwöhnt. Pünktlich um 19.30 Uhr eröffnete der ­Präsident Urs Stuber die ordentliche 140. Generalversammlung zur Behandlung der traktandierten ­Geschäfte.

Das Geschäftsjahr 2025 reihte sich ein in die Reihe von herausfordernden und arbeitsintensiven Jahren. Ein Geschäftsjahr, das zudem ­geprägt war von moderatem Wirtschaftswachstum, Unsicherheiten und ­insbesondere im Energiesektor von regulatorischen Entscheidungen und Bürokratieausbau. Erleichtert zeigte sich die Verwaltung über die Tatsache, dass dank engagierter ­Unterstützung eines selbst betroffenen Kunden das «Datenübertragungsproblem» in der Zählerfernauslesung nach langwierigen Schwierigkeiten gelöst werden konnte. So kann die flächendeckende Umsetzung der automatischen Zählerfernauslesung mit Smart-Metern nun angegangen werden. Auch bezüglich der Strompreise ist eine erfreuliche Entwicklung feststellbar: Die Strompreise der EAW liegen aktuell knapp 10 % über dem schweizerischen Durchschnitt, aber auch 30 % unter dem schweizerischen Maximum.

Der in den letzten Jahren massive ­Zubau von Photovoltaikanlagen (PVA) im Versorgungsgebiet der EAW ist rückläufig. 25 neue PVA wurden 2025 (im Vorjahr 56) in Betrieb genommen. Insgesamt waren per 31.12.2025 245 PVA mit einer ­Gesamtleistung von 4 767 kW in­stalliert.

Der Stromabsatz verringerte sich um rund 15 % gegenüber Vorjahr auf 10,4 GWh, wohingegen die Netznutzung nahezu stabil bei 12,4 GWh blieb. Der Rückgang ergab sich vor allem, weil ein grosser Industrie­kunde in den freien Markt wechselte.

Positive Zahlen präsentierte Pe­tra Furrer Spirig aus dem Ressort Finanzen: Nach einem Rekordverlust 2024 schliesst die Jahresrechnung mit einem Rekordgewinn von 560 Tsd. Fr. und dies nach Rückerstattung von 250 Tsd. Fr. in Form eines Jahresrabatts. Allerdings relativiert sich das Resultat, wenn die Jahre seit 2020 betrachtet werden: Kumuliert erwirtschaftete die EAW seit 2020 415 Tsd. Fr. oder im Schnitt 69 Tsd. Fr./Jahr. Mit dem Gewinn 2025 wird einerseits der Verlust von 2024 gedeckt, andererseits werden die Mittel für den Umbau auf Smart-Meter benötigt.

Roger Schürch – Ressort Technik – informierte über die umgesetzten technischen Projekte und ausführlich über den Smart-Meter-Rollout. Es ist das bisher wohl anspruchsvollste Projekt der EAW; dies sowohl technisch, organisatorisch, aber auch finanziell mit einer Investition von 1,5 Mio. Fr. Diesem Kredit stimmte die Generalversammlung zu. Der Start in der Pilotgemeinde Hüniken ist bereits für das 2. Quartal 2026 ­vorgesehen. Das Projekt wird sicher vier Jahre dauern.

Den Jahresbericht, die Jahresrechnung 2025 sowie alle übrigen Anträge der Verwaltung hat die Versammlung diskussionslos und einstimmig ­angenommen. Insbesondere erteilte sie der Verwaltung für das Geschäftsjahr 2025 Décharge und wählte die Revisionsstelle BDO AG für ein weiteres Jahr. Mit Datum der GV endete auch die Mandatsdauer 2022-2026; deshalb waren Neuwahlen notwendig. Alle bisherigen ­Verwaltungsmitglieder haben sich für die neue Mandatsperiode 2026-2030 nochmals zur Verfügung gestellt und wurden einstimmig und mit Applaus wiedergewählt. Im Gegen­zug wurde das bisherige ­Verwaltungsmitglied Sandra ­Kneubühler verabschiedet, da sie aus dem Versorgungsgebiet der EAW weggezogen ist. Mit einem herzlichen Dank für die tolle Zusammenarbeit, einem Abschiedsgeschenk und einem warmen Applaus von der Versammlung wurde sie verabschiedet. Leider gelang es der Verwaltung nicht, ein Mitglied für das neue Ressort IKT zu finden. Diese Funktion bleibt ­momentan unbesetzt.

Am Ende der Generalversammlung bedankte sich der Präsident bei den Kolleginnen und Kollegen in der Verwaltung für die loyale und kon-struktive Zusammenarbeit im letzten Geschäftsjahr. Seinen Dank richtete er aber auch an die Zählerableserin, die Zählerableser und an die externen Dienstleister sowie letztendlich an die Genossenschafterinnen und Genossenschafter für das entgegengebrachte Vertrauen. Lebhafte ­Gespräche und ein feines Dessert rundeten die interessante und informative GV ab.

PS: Der Geschäftsbericht 2025 mit ­allen relevanten Zahlen und Fakten ist abrufbar unter www.eawenergie.ch.

Urs Stuber, Aeschi Petra Furrer Spirig, Horriwil