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Der Verein «regional-schaffe» will Babyboomer animieren, wieder in die Arbeitswelt einzusteigen

Die Babyboomer gehen in Pension, weniger Junge rücken nach, Arbeitskräfte fehlen.

Wir vom Verein regional-schaffe wollen diese Erfahrenen motivieren, ihren dritten Lebensabschnitt mit einer oder mehreren Teilzeitbeschäftigungen sinnvoll zu gestalten. Warum soll jemand, der fürs Leben gerne kocht, nicht im nahe gelegenen Hotel-Restaurant aushelfen? Nach jahrzehntelanger Karriere im Baugewerbe vielleicht eine willkommene Abwechslung.

Oder – Kunden werden zu Mitarbeitenden. Lesen Sie die Erfolgsgeschichte wie folgt:

Erfolgsgeschichte Athena Fitnesspark
Als Marcel Pesse vor über 40 Jahren anfing, gab’s erst wenige Fitnesscenter.
Er war ein Pionier und ist es bis heute geblieben.

Seit ein paar Jahren arbeitet Schämpu als Fitnessbetreuer bei ihm. Mit Schämpu fägts – sagt ein regelmässiger Bodybuilder. Und auch der 68-Jährige freut sich über seine Wunsch-Teilzeitarbeit. Er ist der Oldie und hält sich fit, macht bei jedem Betriebsausflug mit.

An der Réception begrüsst mich eine ebenfalls erfahrene Stimme. Pia, 66, trainierte wie Schämpu regelmässig im Athena. Das macht sie immer noch – und zusätzlich hat sie fixe Einsatzzeiten im Athena. Es gebe ihr eine sinnvolle Struktur und sie bleibe à jour, sagt Pia.

Marcel schätzt die Verbindlichkeit der Menschen in seiner Generation – auch er ist 65. Aufgaben und Aufträge müssen zuverlässig umgesetzt werden, das gilt für alle. Die Beschäftigung von «Silbergrauen» tun der Teamkultur gut, sagt Marcel.

Vielleicht will jemand zuerst herumreisen oder seinen Hobbys frönen. Mit 67 einen Job zu bekommen, bedingt auch auf Arbeitgeberseite ein Umdenken. Immerhin könnte diese Person eine ihrer Leistungsfähigkeit angemessene Arbeit noch 5 oder 8 Jahre ausführen. Jüngere wechseln oft in kürzeren Abständen.

An der Boomer-Werkstatt vom 27. Januar 2026 im Sportzentrum Zuchwil diskutieren interessierte ca. 60-70-Jährige mit aufgeschlossenen Arbeitgebenden über Vorteile, Wünsche und Voraussetzungen. Ziel ist: Arbeit soll Freude machen und allen nützen. Anmeldungen sind via Website bis am 23. Januar möglich.

Übrigens – Lebenslanges Lernen ist ein Schlüssel dazu. Lesen Sie hier die Geschichte von Gabriela Suter, 61,
über Rüebli-RS, Ringhandel, Wirtschaftspsychologie, Digitalisierung und online Französischkurs.
regional-schaffe.ch/ erfolgsgeschichten.

Ueli Marbot, Koppigen
Verein REGIONAL-SCHAFFE

Bildlegende: v. l. n. r.: Marcel, Pia, Schämpu, Bildquelle: Ueli Marbot